Thermalwasseranalyse Bad Waltersdorf

Bei der Bohrung 1975 in Bad Waltersdorf stieß man nicht auf erhofftes Öl, sondern auf Thermalwasser; im Jahre 1984 wurde dann die Heiltherme Bad Waltersdorf eröffnet. Das Thermalwasser wurde 1982 als Heilvorkommen anerkannt. Es handelt sich um eine Natrium-Hydrogencarbonat-Chlorid-Therme, die täglich bis zu 1,9 Millionen Liter Thermalwasser aus zwei 1.200 m tiefen Bohrungen fördert und so einen innerhalb weniger Stunden stattfindenden Austausch aller Thermalwasserbecken ermöglicht.

Das Einhalten strenger Hygieneauflagen wird der Heiltherme Bad Waltersdorf zum einen durch das Grazer Hygieneinstitut bescheinigt, welches in unangemeldeten Kontrolluntersuchengen bezeugt, dass Auflagen und Richtlinien „weit über das gesetzliche Ausmaß“ hinaus eingehalten werden. Zusätzlich werden jährliche Untersuchungen durch Bundesbehörden durchgeführt und zweimal täglich vorgenommene Messungen in einem Betriebstagebuch mitprotokolliert. Diese Maßnahmen gewährleisten, dass das Thermalwasser den hohen Qualitätsanforderungen entspricht. Weiters wurde die Heiltherme Bad Waltersdorf als „Best Health Austria“-Betrieb ausgezeichnet.

Thermalwasser Bad Waltersdorf

Die Thermalwasseranalyse wurde durch das Institut für Chemie der Universität Graz vorgenommen und als "Natrium-Hydrogencarbonat-Chlorid-Therme hypotonischer Konzentration" verifiziert.



Besonders geeignet ist das Thermalwasser bei entzündlichem, degenerativem und Weichteilrheumatismus, vegetativen Erschöpfungszuständen, für Bewegungstherapie (beispielsweise im Zuge einer Rehabilitation), zur Schwimmtherapie und zur Steigerung der Abwehrkräfte. Weiters wird das Thermalwasser als therapeutische Behandlungsmethode mit Wasser aus Heilquellen („Balneotherapie“) verwendet. Es wirkt dabei mechanisch durch den Auftrieb und hydrostatischen Druck, durch seine Wärme, welche schmerzstillend wirkt und die Muskeln entspannt, und chemisch, indem es den Hautstoffwechsel und die Mikrozirkulation anregt sowie entzündungshemmend und wärmeregulierend wirkt. Generell wirkt das Thermalwasser auf den gesamten Organismus, indem es Körper und Seele entspannt, zur Stärkung der Muskeln und des Bindegewebes beiträgt und die Selbstheilung bei vielen Erkrankungen anregt.

Es wird darauf hingewiesen, dass die optimale Badedauer im 36°C warmen Thermalbadebecken ca. 20 Minuten beträgt, während man sich im 28-30°C warmen Thermalschwimmbecken länger aufhalten kann. Für Kleinkinder wird das Bad im Thermalwasser aus gesundheitlichen Gründen nicht empfohlen.

Quelle der Wasseranalysen: Heiltherme Bad Waltersdorf

Summe/Elektrolyte: 1.445,00 mg/kg. Aufgrund des Fehlens von größeren Mengen an Erdalkalien liegt sehr weiches Wasser vor.

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