Thermeninfos Sonnentherme LutzmannsburgThermalbohrungen in Lutzmannsburg:
Thermal 1: Bohrung 1994 Bohrlochtiefe: 960 m vom Geländeniveau, Bohrlochabschluss 199,06 m über Adrianiveau. Zulässige Fördermenge: 10 l/sec., 600 l/min., 36 qm /Stunde. Die Wassertemperatur beträgt ca. 31 Grad Celsius. Thermal 2: Bohrung 1999 Bohrlochtiefe 813 m vom Geländeniveau, Bohrlochabschluss 200,25 m über Adrianiveau. Zulässige Fördermenge: 5 l/sec., 300 l/min., 18 m³/Stunde. Die Wassertemperatur beträgt ca. 32 Grad Celsius. Das Thermalwasser wird aus dem Sediment des vorwiegend grobklastisch ausgebildeten Karpat gefördert. Die beiden Bohrungen entnehmen das Wasser aus dem selben Vorkommensbereich und sind fast identisch. Der Abstand der beiden Bohrlöcher beträgt ca. 1.400 m. Geschichte der Sonnentherme in Lutzmannsburg: Auf den sogenannten Angerwiesen östlich des Marktes Lutzmannsburg, in unmittelbarer Nähe zur österreichisch-ungarischen Staatsgrenze wurden 1989/90 erfolgreiche Bohrungen nach Thermalwasser durchgeführt. Eine schon zuvor ins Leben gerufene Thermenerschließungsgesellschaft hatte Mühe kapitalkräftige Investoren für die Realisierung einer Therme zu gewinnen. Es beteiligte sich schließlich das Land Burgenland mit 95 Prozent an der neugegründeten Thermen GesmbH Lutzmannsburg Frankenau. Die Gemeinden Lutzmannsburg und Frankenau-Unterpullendorf sind an der Gesellschaft zu jeweils 2,5 Prozent beteiligt. Anfang Juni 1993 begannen die Bauarbeiten für die Therme, die vor allem für Familien mit Kleinkindern konzipiert worden war. Schon am 17. September 1994 wurde die Sonnentherme Lutzmannsburg-Frankenau eröffnet und damit der Grundstein für den Aufschwung des Fremdenverkehrs im mittleren Burgenland gelegt. Die Bezeichnung Sonnentherme wählte man, weil in der Region die meisten Sonnentage Österreichs gezählt werden. Die Therme weist eine Gesamtwasserfläche von 1.581 qm auf und versteht sich als „Ort für die ganze Familie“. Die Gesamtfläche der Sonnentherme Lutzmannsburg-Frankenau beträgt 44.367 qm, wovon 6.918 qm bebaut sind. 1996 erhielt die Therme den Umweltpreis des Umweltministeriums, im Oktober des darauffolgenden Jahres wurde das Thermalwasser als Heilmittel anerkannt.
1999 wurde eine zweite Bohrung niedergebracht. Im Herbst 1999 wurde nach einem Um- und Ausbau die wesentlich erweiterte Therme eröffnet. Mit der Erweiterung ist die Sonnentherme auf eine durchschnittliche Auslastung von 1.000 Besuchern ausgelegt. |
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